Elektromyographie (EMG, Muskelfunktionsmessung)
Die Elektomyographie ist eine Methode bei der mit Elektroden die elektrische Muskelaktivität gemessen wird. Ähnlich wie bei einem EKG werden über …
Die Elektomyographie ist eine Methode bei der mit Elektroden die elektrische Muskelaktivität gemessen wird. Ähnlich wie bei einem EKG werden über Oberflächenelektroden die elektrischen Spannungen aufgezeichnet und anschließend ausgewertet. Hierbei können wir u.a. herausfinden, ob eine Erkrankung eine muskuläre oder nervliche Ursache hat.
Im Rahmen von Muskelkraftbestimmung, können wir z.B. nach Operationen, muskuläre Ungleichgewichte nachweisen, die anschließend durch spezielle Therapien ausgeglichen werden.
Auch nach Unfällen oder Traumata finden sich zum Teil deutliche, muskuläre Dysbalancen, die dann zu anderen Störungen führen können.
Bei chronischen Wirbelsäulenproblemen zeigt sich zudem häufig eine veränderte Muskelspannung, die wiederum den Schmerz verlängern oder verstärken kann. Durch die Elektromyographie kann diese Störungsursachen erkannt, quantifiziert und dann spezifisch behandelt werden.
Wie läuft diese Untersuchung ab? BeispieluntersuchungWie läuft diese Untersuchung ab?
Die Messung verläuft völlig schmerzfrei und dauert meist nur weniger als 15min.
Ein Messablauf besteht aus 3 Schritten:
1. Ruhetonusmessung: Darstellung hypertoner und dysbalancierter Muskelpartien im Abgleich mit Referenzdaten.
2. Max. isometrische Kontraktion: Automatische Analyse von Muskelatrophien und Ansteuerungsdefiziten im Rechts-Links-Vergleich.
3. Funktioneller Test: Beurteilung koordinativer Defizite bei standardisierten Bewegungsabläufen
In dem anschließendem Gespräch bespreche ich mit Ihnen das Ergebnis der Untersuchung und erkläre Ihnen, falls erforderlich, wie Sie eine Verbesserung der Muskelansteuerung erreichen können.
Bei Auffälligkeiten ist es außerdem möglich den Therapieverlauf zu begleiten und ggf. anzupassen. Das erfolgreiche Erreichen der Muskelbalance kann durch eine erneute Messung verifiziert werden. Im weiteren Verlauf sind dann ggf. nur noch Kontrollen erforderlich.
Wenn sich durch die Therapien keine Muskelbalance erreichen läßt, muss nach weiteren Ursachen oder Störherden gesucht werden um eine „Beruhigung“ des Muskelsystems zu erreichen.
Beispieluntersuchung
Hier ein Beispiel für die erfolgreiche Unterstützung der postoperativen Behandlung nach Kniespiegelung rechts.
Am 05.01.2016 Operation des re Kniegelenkes auf Grund einer traumatischen Innenmeniskusverletzung (Verletzung beim Kampfsport). Damals noch selbst operiert.
Bei der ersten EMG-Untersuchung am 11.02.2016 (5 Wochen nach der Operation) zeigt sich eine deutlich verringerte Innervation der rechten Seite:
Im weiteren Verlauf dann schon fast wieder Normalisierung der Untersuchung. Zu diesem Zeitpunkt schon seit längerer Zeit wieder vollständige Schmerzfreiheit und der Patient drängt auf eine vollständige Freigabe der sportlichen Aktivitäten, insbesondere seinem Kampfsport.
Auf Grund der Tatsache, dass die Messung noch deutliche Asymmetrien aufweist und daher die Innervation der Muskeln noch nicht ausgeglichen ist, ist das Verletzungsrisiko, insbesondere bei (Wieder-)Aufnahme des Kampfsporttrainings zu groß.
Somit muss noch das Training entsprechend angepasst werden und eine erneute Kontrolle vor vollständiger Freigabe der Belastung erfolgen.
Daher erneute Kontrolle, auch mittels EMG, drei Wochen später.
Nun findet sich eine Normalisierung des Innervationsmusters. Daher vollständige Freigabe der sportlichen Betätigungen, auch Kampfsport wieder uneingeschränkt möglich.
Wäre die Freigabe drei Wochen früher erfolgt, hätte dies eine deutliche Erhöhung des Verletzungsrisikos bedeutet. – Nur drei Wochen später und die begleitenden Therapien haben den entscheidenden Unterschied gebracht! – Ohne die Unterstützung durch die EMG-Messungen wäre diese zeitgenaue Freigabe nicht möglich geworden.
Weitere Leistungen
Alle Leistungen ansehen
CBCT – ConeBeamComputerTomographie
Digitale Volumentomographie (DVT/CBCT) in Köln-Lindenthal: dreidimensionale Aufnahmen von Knochen und Gelenken, auch im Stehen unter Belastung.
3D – Dreidimensionale Wirbelsäulenmessung
Bei der 3-D-Wirbelsäulenmessung handelt es sich um ein computergesteuertes Direktmessverfahren, das durch Projektion eines Licht- und Schattenrasters (keine …
Kinesiologie
Die Kinesiologie in der Orthopädie ist ein Bereich, der sich mit der Bewegung des menschlichen Körpers befasst. Sie entstand aus der Physiotherapie und beschäftigt …